Der Klima-Aktionsplan der Bürger:innen - So wird Bonn klimaneutral und lebenswert

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Auch die Stadt Bonn hat sich verpflichtet, die Klimaziele von Paris einzuhalten. Sie will bis spätestens 2035 klimaneutral werden. Denn alles, was wir bisher geschafft haben, ist viel zu wenig. Wir müssen jedes Jahr 7-10mal mehr Treibhausgase einsparen als bisher. Doch was genau müssen wir tun? Und wie kann das klappen, dass alle mitmachen? Darauf gibt es jetzt zwei Antworten: WAS zu tun ist - das lässt die Stadt Bonn gerade von Gutachter:innen im Bonner Klimaplan erarbeiten. WIE wir das schaffen können, dass die Bürger:innen mitmachen - dafür gibt es jetzt den Klima-Aktionsplan der Bürger:innen. Die Highlights in 10 Minuten findet ihr rechts. Die Präsentationen unten. Mehr folgt - bleibt dran!

Die Highlights des Klima-Aktionsplans in 10 Minuten!
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KLIMAFORUM 4:
KLIMA-AKTIONSPLAN

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Die Ergebnisse - 36 Aktionspläne für Bonn

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Nach 1,5 Tagen intensiver Arbeit präsentierten alle sieben Arbeitsgruppen ihre Aktionspläne. Erfahren Sie hier, welche Meilensteine wir erreichen müssen, um unsere Stadt klimaneutral und lebenswert zu machen. Und auch, was die wichtigen ersten Schritte sind, mit denen es sofort losgehen muss.

 

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1. Wohnen in lebenswerten Vierteln mit erneuerbarer Energie und Wärme

"80% der Mietshäuser sind 2030 klimaneutral saniert." Dafür müssen wir "Mulitplikator:innen übermorgen schon anfangen auszubilden." Diese und drei weitere Aktionspläne zum Ausbau von Wärmenetzen und zu einer "Wohnkreislaufwirtschaft" wurden von dieser Gruppe erarbeitet.

Dies sind die Titel aller Aktionspläne im Thema:

  • 80% der Mietshäuser sind klimaneutral
  • Wärmewende mit Bürger:innenbeteiligung gelungen
  • Wohnkreislaufwirtschaft für Bonn – der richtige Ort für’s Jetzt!
  • “Nachhaltige Bestandsoptimierung”

  • 2. Mobilität

    "Damit alle Wege über 5km mit dem ÖPNV zurückgelegt werden, ist 2030 der inklusive, sozial gerechte, saubere, unkomplizierte und pünktliche ÖPNV endlich realisiert." Fünf weitere Aktionspläne zu Radverkehr, Sharing-Angeboten, einer allumfassenden App aber auch zur Wiederbelebung der Quartiere stellt diese Gruppe vor.


    3. Ernährung und Landwirtschaft

    Es braucht ein regionales Verteilzentrum, "ein Hub wo regionale Produkte ankommen, verarbeitet werden können und dann weiter verteilt werden", das empfiehlt diese Gruppe. Außerdem Ernährungsbildung für alle Altersstufen, die Übernahme von Qualitätsstandards und mehr Bio-Flächen in der Region.


    4. Wirtschaft und Konsum

    Wir müssen Möglichkeiten schaffen "regional und klimaneutral zu konsumieren, und zwar einfach und in Quartiersnähe - ergänzt über intelligente und ansprechende Online-Angebote." Auch Aktionspläne zur Änderung des Mindsets, zu Gemeinwohlbilanzen und zur Solarstadt hat diese Gruppe vorgestellt.


    5. Natur und natürliche CO2-Speicher

    "Damit Bonn bis 2035 grünen und besseren Wasser- und Hitzeschutz hat, brauchen wir mehr Ent- als Neuversiegelung." Im ersten Schritt müssen jetzt mögliche Flächen erhoben und einen guter Plan entwickelt werden. Die Gruppe hat außerdem weitere Aktionspläne, bspw. zu Fassenbegrünung, mehr Grünflächen und Umweltbewusstsein entwickelt.


    6. Bildung und Mitwirkung

    Ursprünglich hieß die Gruppe "Bildung und Beteiligung". Schnell wurde aber klar: Es braucht mehr. Wir Bonner:innen sind alle zu echter Mitwirkung aufgefordert! Damit das gelingt "braucht es Bildung in allen Einrichtungen, angefangen bei Kitas, aber auch Altenheime und Golfclubs." Außerdem u.a. ein Klimabarometer und Transformationszentren in den Quartieren.


    7. Kulturwandel und Aufbruch

    "Wir haben keine Zeit, weil wir zu viel arbeiten müssen.", stellt die Gruppe zu Kulturwandel und Aufbruch fest. "Deswegen unsere Idee: Zwei Stunden fürs Klima auf der Arbeit." Auch Klimaparties und die Einrichtung eines Nachhaltigkeitsclubs wurden von dieser Gruppe vorgeschlagen.

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    Der gesamte Klima-Aktionsplan im Überblick

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    Zeichnung des gesamten Klima-Aktionsplans
    Zeichnung des gesamten Klima-Aktionsplans
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    Zeichnung: Liane Hoder | Himbeerspecht

    Zeichnung: Liane Hoder | Himbeerspecht

    Worum ging es im 4. Klimaforum?

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    Illustration: Fides Friedeberg

    Im vierten und letzten Klimaforum haben wir rückwärts geplant und uns gefragt: Wer muss was wann tun, damit unsere Stadt 2035 klimaneutral ist?

    Denn der Wandel zur klimaneutralen Stadt gelingt uns nur, wenn die Bürger:innen und die Stadt Bonn zusammenarbeiten. Auch die Wirtschaft, die Medien und viele mehr müssen mitmachen. Dafür braucht es einen guten Plan.

    Teilgenommen haben rund 100 zufällig ausgewählte Bürger:innen und rund 40 Vertre­ter:innen von Bonner Organisa­tionen bzw. Unternehmen und rund 30 Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe.

     

    Was waren die Themen?

    Diesmal ging es um diese sieben Handlungsfelder:

    1. Wohnen in lebenswerten Vierteln mit erneuerbarer Energie und Wärme
    2. Mobilität
    3. Ernährung und Landwirtschaft
    4. Wirtschaft und Konsum
    5. Natur und natürliche CO2-Speicher
    6. Bildung und Beteiligung
    7. Kulturwandel und Aufbruch

    Die Leitfrage war: Wer muss was mit wem tun, damit wir im Stadtteil der Zukunft klimaneutral und gut leben können,

    • damit wir gut wohnen, weniger Wärme brauchen und die erneuerbaren Energien für alle reichen,
    • damit wir sicher und klimaneutral unterwegs sein können,
    • damit es leckeres und klimafreundliches Essen für alle gibt,
    • damit wir weniger Dinge brauchen und klimaneutrale Produkte und Angebote nutzen können,
    • damit die Natur unsere Unterstützerin wird?
    • Wie schaffen wir diesen Aufbruch und den Kulturwandel für ein gutes Leben mit weniger CO2?
    • Und welchen Beitrag können Bildung und Beteiligung dazu leisten?

    Auch diesmal sind wir am ersten Tag gestartet mit Impulsen von Expert:innen. Am zweiten Tag erarbeiteten dann die Bürger:innen Meilensteine und Zwischenschritte eines Aktionsplans.

    Programm

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    Hier finden Sie das ausführliche Programm mit allen Themen und Expert:innen:

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    Wer hat teil genommen?

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    Illustration: Fides Friedeberg

    Als erstes sind da die Bürger:innen, die bereits für unser erstes, zweites und drittes Klimaforum zufällig ausgewählt wurden. Viele davon waren wieder mit dabei.

    Anschließend haben wir noch einmal zufällig Bürger:innen vom Einwohnermeldeamt ziehen lassen und eingeladen. Uns war sehr wichtig, dass Menschen mit möglichst vielen unter­schiedlichsten Blickwinkeln dabei sind. Daher haben wir alle um Angaben zu Alter, Wohnort, Bildungs-/­Berufs­abschluss und Migrationshintergrund gebeten. So konnten wir eine sehr vielfältige Gruppe zusammenstellen.
     

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    Illustration: Fides Friedeberg

    Zusätzlich zu den eingeladenen Bürger:innen haben wir wieder Institutionen, Initiativen und Unternehmen, eingeladen die Bonn besonders gut kennen: Die Menschen, die hier leben und die Weichen kennen, die wir für eine klimaneutrale Stadt stellen müssen. Wir nennen sie Akteur:innen, denn sie sollten nicht nur mitüberlegen. Sie haben uns auch versprochen, in ihrem Verant­­wor­tungs­­bereich mithelfen, die Ergebnisse umzusetzen.

      

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    Illustration: Fides Friedeberg

    Für einige weitere Personen war besonders wichtig, nicht nur von den Ergebnissen unserer Klimaforen zu erfahren, sondern auch den Entstehungsprozess live mitverfolgen zu können. Dazu gehörten natürlich Vertreter:innen der politischen Parteien und Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung. Außerdem Presse bzw. Medien, denn sie sollten anschaulich berichten können. Und auch unser Projekt-Beirat und das Evaluations-Team musste sich einen Eindruck verschaffen, um uns für die Weiterarbeit gut beraten zu können.

    Wie geht es mit den Ergebnissen weiter?

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    • Am 26. September 2022 haben wir Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung zu einem Workshop eingeladen. Hier wurde diskutiert, was die Ergebnisse für die Arbeit der Stadtverwaltung bedeuten und was passieren muss, damit sie umsetzbar werden.
    • Am 3. November 2022 werden wir den Bürger:innen-Klimaaktionsplan im Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda vorstellen.
    • Am 17. November 2022 werden die Ergebnisse in einer Pressekonferenz der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

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    Illustration: Fides Friedeberg

    Bis Frühjahr 2023 werden wir danach die Ergebnisse aller Klimaforen, aller weiteren Bonn4Future-Veranstaltungen und auch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation aufbereiten.

    Am Ende erstellen wir gemeinsam mit den Fachämtern der Stadtverwaltung
    eine entsprechende Vorlage für die Politik. Sie enthält Vorschläge, wie die Politik mit den Ergebnissen der Klimaforen umgehen kann. Das passiert zuerst in den Fachausschüssen, zum Beispiel im Ausschuss für Bürgerbeteiligung und im Umweltausschuss. Schließlich entscheidet der Rat der Stadt Bonn, wie er mit den Ergebnissen und Empfehlungen umgeht.

    Gleichzeitig laden wir alle Bonner:innen dazu ein, selbst schon einmal loszulegen. Denn der Klimaaktionsplan enthält viele tolle Projektideen, die wir auch selbst schon in Gang setzen können. Eigene Ideen können unter anderem auch auf bonn4future.de miteinander geteilt und Gleichgesinnte gesucht werden.

    Pressemitteilung

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    „Mit den Ergebnissen aus den Klimaforen haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität geschafft. Der ganze Prozess bestätigt, dass wir unsere Klimaziele nur gemeinsam erreichen können.“ - Katja Dörner

    „Die Vorschläge der Teilnehmenden senden ein klares Signal: Nicht mehr um das Wesentliche herumreden, sondern endlich machen! Der Klimaaktionsplan der Bürgerinnen und Bürger ist dafür eine wichtige Grundlage“ - Gesa Maschkowski

    Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

     

    Fotos vom 4. Klimaforum

    10.-11.6.2022 Klimaforum 2 und 3 - Wohnen und Mobilität
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    Sie wollen sich für eine klimaneutrale Stadt engagieren, können beim Klimaforum aber leider nicht dabei sein? Sie wollen auf dem Laufenden bleiben über Bonn4Future und allgemein über zivilgesellschaftliches Engagement für eine klimaneutrale, faire und lebenswerte Stadt?

    Dann melden Sie sich hier zu den Stadtwandel-News an!

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    Zeichnung Titelbild: Caroline Pochon und Liane Hoder (http://www.himbeerspecht.de)