Der Klima-Aktionsplan der Bürger:innen - So wird Bonn klimaneutral und lebenswert

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Wer sein Ziel erreichen will, der braucht einen guten Plan. Bonn will bis 2035 klimaneutral werden – dafür braucht es einen Klimaplan. Daran arbeiten bereits Gutachter:innen im Auftrag der Stadt Bonn. Aber Gutachter:innen, Stadtverwaltung und Politik werden nicht alleine dafür sorgen können, dass wir kein CO2 mehr ausstoßen. Deswegen gibt es Bonn4Future – denn nur die Bürger:innen können sagen, was es braucht, damit sie mit im Boot sind.

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KLIMAFORUM 4:
KLIMA-AKTIONSPLAN

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Worum ging es?

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Illustration: Fides Friedeberg

Im vierten und letzten Klimaforum haben wir rückwärts geplant und uns gefragt: Wer muss was wann tun, damit unsere Stadt 2035 klimaneutral ist?

Denn der Wandel zur klimaneutralen Stadt gelingt uns nur, wenn die Bürger:innen und die Stadt Bonn zusammenarbeiten. Auch die Wirtschaft, die Medien und viele mehr müssen mitmachen. Dafür braucht es einen guten Plan.

Teilgenommen haben rund 100 zufällig ausgewählte Bürger:innen und rund 40 Vertre­ter:innen von Bonner Organisa­tionen bzw. Unternehmen und rund 30 Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe.

 

Was waren die Themen?

Diesmal ging es um diese sieben Handlungsfelder:

  1. Wohnen in lebenswerten Vierteln mit erneuerbarer Energie und Wärme
  2. Mobilität
  3. Ernährung und Landwirtschaft
  4. Wirtschaft und Konsum
  5. Natur und CO2-Senken
  6. Bildung und Beteiligung
  7. Kulturwandel und Aufbruch

Die Leitfrage war: Wer muss was mit wem tun, damit wir im Stadtteil der Zukunft klimaneutral und gut leben können,

  • damit wir gut wohnen, weniger Wärme brauchen und die erneuerbaren Energien für alle reichen,
  • damit wir sicher und klimaneutral unterwegs sein können,
  • damit es leckeres und klimafreundliches Essen für alle gibt,
  • damit wir weniger Dinge brauchen und klimaneutrale Produkte und Angebote nutzen können,
  • damit die Natur unsere Unterstützerin wird?
  • Wie schaffen wir diesen Aufbruch und den Kulturwandel für ein gutes Leben mit weniger CO2?
  • Und welchen Beitrag können Bildung und Beteiligung dazu leisten?

Auch diesmal sind wir am ersten Tag gestartet mit Impulsen von Expert:innen. Am zweiten Tag erarbeiteten dann die Bürger:innen Meilensteine und Zwischenschritte eines Aktionsplans.

 

Was ist bisher passiert?

In unserem ersten Klimaforum im September 2021 haben die Teilnehmenden eine Zeitreise gemacht. Sie haben Zukunftsbilder erarbeitet: Wie sieht unsere Stadt aus, wenn sie 2035 klimaneutral ist?
Im Juni 2022 haben sie dann an den beiden größten „Baustellen" gearbeitet, die wir in Bonn haben: Wohnen und Mobilität. Sie haben gute Ideen entwickelt, wie wir besser klimaneutral wohnen und wie wir besser und klimaneutral unterwegs sein können. Und sie haben Empfehlungen für alle erarbeitet: Für die Bürger:innen, die Stadt Bonn, die Wirtschaft, die Medien, Land und Bund. Hier geht es zu den  Empfehlungen Wohnen und hier zur Mobilität. All das ist nun zusammengeflossen in den Klima-Aktionsplan der Bürger:innen.

 

Wie geht es mit den Ergebnissen weiter?

Auch nach diesem letzten Klimaforum wird es einen Workshop mit Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung geben. Hier diskutieren wir, was die Ergebnisse für die Arbeit der Stadtverwaltung bedeuten. Wir werden die Ergebnisse der Politik vorstellen und natürlich auch über die Presse und soziale Medien verbreiten.

Die Ergebnisse der Klimaforen werden außerdem eng verknüpft mit dem eher technischen Klimaplan, den Gutachter:innen im Auftrag der Stadt Bonn entwickeln. Beauftragt damit sind Jung Stadtkonzepte, die Gertec Ingenieurgesellschaft und das Wuppertal Institut.

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Illustration: Fides Friedeberg

Zusätzlich erarbeitet das Bonn4Future-Team aus Stadtverwaltung und Bonn im Wandel e.V. eine Vorlage für die Politik. Sie enthält Vorschläge, wie die Politik mit den Ergebnissen der Klimaforen umgehen kann. Die Politiker:innen erhalten dann alle Ergebnisse und die Vorlage und diskutieren diese. Das passiert zuerst in den Fachausschüssen, zum Beispiel im Ausschuss für Bürgerbeteiligung und im Umweltausschuss. Schließlich bekommt der Rat der Stadt Bonn die Empfehlung der Fachausschüsse. Er wird entscheiden, wie er mit den Ergebnissen und Empfehlungen umgeht. So stellen wir sicher, dass die Politik die Ergebnisse diskutiert und gut informierte Entscheidungen treffen kann.

Gleichzeitig sind die Bürger:innen eingeladen, selbst schon einmal loszulegen, denn wir sind sicher: Der Bürger:innen-Plan wird viele tolle Projektideen enthalten, die wir auch selbst in Gang setzen können. Eigene Ideen können unter anderem auch auf bonn4future.de miteinander geteilt und Gleichgesinnte gesucht werden.

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Wie sah das Programm aus?

Freitag, 9. September 2022

13:30 Anmeldung / Check-In

14:00 Begrüßung und Herzlich Willkommen und Grußwort

14:25 Einführung: "Mit weniger CO2 besser leben und wie wir heute damit einen großen Schritt weiter kommen"

15:00 Willkommen in den Arbeitsgruppen (parallel)

16:30 Kurzimpulse durch Expert:innen: Stand des Wissens zu den Themenfeldern (parallel)

18:00 Ende

 

Samstag, 10. September 2022

9:00 Anmeldung / Check-In

9:30 Begrüßung in den Arbeitsgruppen

10:15 Ideen für den Klimaaktionsplan - Zukunftspfade 1. Teil

11:45 Meilensteine für den Klimaaktionsplan - Zukunftspfade 2. Teil

13:00 Mittagspause

14:00 Meilensteine für den Klimaaktionsplan - Zukunftspfade 3. Teil

15:30 Kaffeepause

16:00 Ergebnispräsentation, Ausblick und feierlicher Abschluss

18:00 Offener Ausklang, Vernetzung

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Hier finden Sie das ausführliche Programm mit allen Themen und Expert:innen:

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Wer nimmt teil?

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Illustration: Fides Friedeberg

Als erstes sind da die Bürger:innen, die bereits für unser erstes, zweites und drittes Klimaforum zufällig ausgewählt wurden. Viele davon haben sich wieder angemeldet.

Anschließend haben wir noch einmal zufällig Bürger:innen vom Einwohnermeldeamt ziehen lassen und eingeladen. Uns ist sehr wichtig, dass möglichst Menschen mit unter­schiedlichsten Blickwinkeln dabei sind. Daher haben wir alle um Angaben zu Alter, Wohnort, Bildungs-/­Berufs­abschluss und Migrationshintergrund gebeten. So konnten wir eine möglichst vielfältige Gruppe zusammenstellen.
 

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Illustration: Fides Friedeberg

Zusätzlich zu den eingeladenen Bürger:innen haben wir wieder Institutionen, Initiativen und Unternehmen, eingeladen die Bonn besonders gut kennen: Die Menschen, die hier leben und die Weichen kennen, die wir für eine klimaneutrale Stadt stellen müssen. Wir nennen sie Akteur:innen, denn sie sollten nicht nur mitüberlegen. Sie sollen auch in ihrem Verant­­wor­tungs­­bereich mithelfen, die Ergebnisse umzusetzen.

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Illustration: Fides Friedeberg

Für einige weitere Personen war besonders wichtig, nicht nur von den Ergebnissen unserer Klimaforen zu erfahren, sondern auch den Entstehungsprozess live mitverfolgen zu können. Dazu gehörten natürlich Vertreter:innen der politischen Parteien und Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung. Außerdem Presse bzw. Medien, denn sie sollten anschaulich berichten können. Und auch unser Projekt-Beirat und das Evaluations-Team musste sich einen Eindruck verschaffen, um uns für die Weiterarbeit gut beraten zu können.

 

 

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Zeichnung Titelbild: Caroline Pochon und Liane Hoder (http://www.himbeerspecht.de)